Virtuelle Maschinen
Eine Maschine bekommt einen Namen, eine Größe und eine Quelle — ein Installer-Abbild, ein Cloud-Abbild oder gar nichts. Alles, was daraus folgt, setzt Phillux: Firmware, Controller, Netzkarte und die Antworten, nach denen ein Installer sonst stehen bleibt und fragt.

Anlegen
Eine neue VM fragt vier Dinge: wie sie heißt, wie viele vCPUs und wie viel Speicher sie bekommt, wie groß ihre Platte werden soll und woher sie kommt. Die Quelle entscheidet, wie viel danach noch zu tun ist.
- Ein Cloud-Abbild ist bereits installiert. cloud-init macht daraus beim ersten Start diese Maschine — Benutzer, Kennwort und SSH-Schlüssel stehen, bevor sich jemand anmeldet.
- Ein Installer-Abbild trägt noch kein System. Phillux liest das Abbild, ermittelt, wie es startet und was es mitbringt, und schreibt die Antwortdatei, die genau dieser Installer liest. Niemand muss davorsitzen.
- Eine leere Platte ist der Weg für alle, die es von Hand machen wollen — die Maschine startet in die Firmware und wartet.
Die Platte liegt auf einem Speicher, der den Inhaltstyp VM-Platten trägt. Welche das sind, bietet das Feld an; einer, der keine Platten aufnehmen kann, steht nicht in der Liste.
Windows ohne Firmware-Gefummel
Ein Windows-11-Gast braucht UEFI, Secure Boot und ein TPM 2.0, und auf den meisten Plattformen sind das drei getrennte Einstellungen an drei getrennten Stellen. Hier folgen sie aus der Wahl des Betriebssystems: Windows 11 auswählen, und die Maschine wird so gebaut.
Das Treibermedium ist die andere Hälfte. Ein Windows-Setup kennt virtio nicht und zeigt eine leere Plattenliste; Phillux bietet das virtio-Treiberabbild als zweites Laufwerk an, damit der Installer die Platte findet.
Die Konsole im Browser
Die Konsole einer VM ist der rohe VNC-Strom, den QEMU ohnehin ausliefert, eins zu eins als WebSocket durchgereicht — das Protokoll, das noVNC im Browser spricht. Es gibt keinen zweiten Prozess dazwischen und keinen zweiten Port, der in einer Firewall offen sein müsste.
Ein Bildschirmfoto der laufenden Maschine lässt sich aufnehmen, ohne die Konsole überhaupt zu öffnen — genau das zeigt in einem Aufgabenprotokoll oder einer Liste, dass ein Gast wirklich hochgekommen ist.
Snapshots, Klone und was sie kosten
Ein Snapshot wird an der Maschine selbst angelegt, zurückgerollt und gelöscht. Klonen macht aus einem fertigen Gast einen zweiten.
Was verborgen bleibt, bis es weh tut, sind die Kosten. Ein VM-Snapshot liegt in der qcow2-Datei und lässt sie wachsen: Die alten Blöcke müssen bleiben, denn dorthin geht ein Rücksprung. qemu sagt nicht, welcher Snapshot welche Blöcke festhält — diese Zahl gibt es nicht. Phillux nennt deshalb die beiden Zahlen, die stimmen: wie viel Arbeitsspeicher jeder Snapshot festgehalten hat und wie weit die Datei insgesamt gewachsen ist.
Eine Regel kann wegräumen, wozu niemand zurückkehrt. Was sie nie anfasst, ist ein Snapshot, der zu einer Laborstufe gehört: Nimmt man einen davon weg, steht die Stufe weiter in der Liste, ist weiter anklickbar und nicht mehr wiederherstellbar.
Den Gast etwas fragen, ohne Netz
In einer laufenden VM lässt sich ein Befehl über den qemu-Gastagenten ausführen — einen Dienst im Gast, der auf einem virtio-Kanal lauscht. Der Kanal steckt in jeder Domain, die Phillux definiert; der Agent nicht in jedem Abbild, und ein Gast ohne ihn wird als solcher gemeldet, statt still nichts zurückzugeben.
SSH gibt es hier bewusst nicht. SSH braucht eine Adresse, einen offenen Port, einen Schlüssel und ein Konto, das es gibt — ein Gast in einem abgeschotteten Labornetz hat nichts davon, und genau dort muss eine Frage beantwortbar sein.
Wieder hinausgehen
Ein Export schreibt die Maschine für einen anderen Host heraus: als OVA für VMware oder VirtualBox, die vCPUs, Speicher und Firmware mitträgt, oder als reine Platte in qcow2, VMDK, VDI, VHDX oder roh. Zu jedem Ziel steht, was auf der Gegenseite zu tun ist — denn ein Export, den niemand hereinbekommt, ist nichts wert.
Exportieren ist ein eigenes Recht und nicht Teil des Klonens. Wer einen anlegen und herunterladen darf, hält die ganze Platte dieses Gastes in der Hand.
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Jedes Thema auf einer eigenen Seite
Vierzehn Seiten, jede aus dem geschrieben, was das Programm wirklich tut — samt der Stellen, an denen es aufhört.













Auf der eigenen Hardware ausprobieren
Einen Monat, vollständig, ohne Registrierung und ohne dass nach Daten gefragt wird. Der Installer schreibt einen ganzen Server — dafür ist eine freie Maschine oder eine VM der richtige Ort.