Installieren, ohne davorzusitzen
Es gibt genau zwei Wege, aus einem Abbild ein System zu bekommen, und welcher gilt, wird gemessen statt nachgeschlagen. Nirgends darin steht eine Liste von Distributionsnamen: Ein umbenanntes Abbild ist immer noch, was es ist, und eine Variante, von der hier niemand gehört hat, wird gemessen wie jede andere.

Ein Abbild vermessen
Zwei Dinge werden gelesen, alles andere ruht darauf. Wie es startet: die Bootloader-Konfiguration des Abbilds, welche der üblichen drei es auch benutzt — sie alle enden in denselben drei Werten: einem Kernel, einer initrd und einer Kommandozeile. Diese Kommandozeile zählt so viel wie der Kernel, denn sie trägt, was ein Live-System braucht, um sich selbst wiederzufinden; den Kernel ohne sie zu starten ergibt eine Maschine, die ins Nichts hochkommt.
Was es mitbringt: Das Wurzeldateisystem auf dem Abbild wird eingehängt, und wo darin nur wieder ein Abbild liegt, auch dieses. Gesucht wird nach dem, wovon eine Entscheidung abhängt — ein Installer, der sich beantworten lässt, ein Init-System, eine Paketverwaltung, ein Kernel. Alles als Dateien, die entweder da sind oder nicht.
Beantwortet oder kopiert
Das Abbild bringt einen Installer mit. Dann wird ihm gesagt, was zu tun ist, statt dass er fragt: eine Antwortdatei in der Sprache, die dieser Installer liest. Beim netinst von Debian ist das ein Preseed, und es wird in die initrd gebacken, weil der Installer sie aus seiner eigenen initrd liest, bevor er überhaupt etwas fragt — kein Netz, kein neu gebautes ISO, nichts auszuliefern.
Das Abbild bringt keinen Installer, sondern ein fertiges System. Ein Live-Abbild trägt ein vollständiges Wurzeldateisystem — genau das, was ein grafischer Installer nach all seinen Fragen auf die Platte kopiert hätte. Es gibt also nichts zu beantworten: Der Host hängt das eine ein, schreibt das andere und steigt in die Kopie hinein, um sie fertigzustellen. Im Gast läuft dabei nichts; die VM wird zum ersten Mal gestartet, wenn sie bereits installiert ist.
Nur ein Abbild mit keinem von beidem lässt sich nicht unbeaufsichtigt installieren, und das wird gesagt statt versucht.
Der erste Start, für bereits installierte Abbilder
Ein Cloud-Abbild braucht nichts davon — es ist schon installiert. Was es braucht, ist, diese Maschine zu werden, und das geschieht beim ersten Start: Benutzer, Kennwort und SSH-Schlüssel kommen von einem kleinen Medium, das Phillux dafür baut.
Windows hat seine eigene Fassung desselben Gedankens: Das Setup liest seine Antwortdatei aus jedem CD-Laufwerk und installiert damit vollautomatisch, samt lokalem Benutzer.
Vorlagen: aufnehmen und ausgießen
Eine VM oder einen Container einrichten, als Vorlage sichern, daraus beliebig oft anlegen. Arbeit macht nicht das Kopieren, sondern das Verallgemeinern: Eine Kopie, die dem Original bitgenau gleicht, teilt mit ihm alles, was eindeutig sein müsste — Maschinenname, Maschinenkennung, SSH-Hostschlüssel, DHCP-Kennung. Zwei solche Gäste im selben Netz können dieselbe Adresse bekommen, und wer sich per SSH verbindet, sieht eine Warnung über einen geänderten Hostschlüssel — oder schlimmer: sieht sie nicht, weil beide denselben haben.
Bei Containern lässt sich das beheben, denn das Wurzeldateisystem liegt offen. Bei VMs steckt alles in der Platte, und sie von außen zuverlässig anzufassen hieße, ein fremdes Dateisystem einzuhängen — dort warnt Phillux deshalb, statt es zu verpfuschen.
Eine laufende Quelle wird nicht aufgenommen. Eine Platte im Betrieb zu kopieren ergibt den Zustand eines Systems, dem der Strom ausging — halb geschriebene Dateien, offene Datenbanken —, und aus einer solchen Vorlage kommt beliebig oft derselbe kaputte Gast. Wann eine Maschine stillstehen darf, entscheidet der Betrieb und nicht die Software.
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Vierzehn Seiten, jede aus dem geschrieben, was das Programm wirklich tut — samt der Stellen, an denen es aufhört.













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